Blog


Ergebnisse 1-10 von 61.
Merkozys Zukunft

Das Gute an der Demokratie ist, dass regelmässig gewählt wird. Das Schlechte ist, dass diese Wahlen oft zur falschen Zeit kommen, wenn gerade ein politisches Problem mitten in der Lösung steckt. So ist es auch mit den kommenden französischen Wahlen für das neue Staatsoberhaupt. Nikolas Sarkozy steckt mitten in der Lösung der grössten Krise Europas - gemeinsam mit seiner Parnerin Angela Merkel, die 2013 wieder zur Wahl antreten muss. Man muss kein Prophet sein, dass M. Le Président in nächster Zeit andere Sorgen hat, obwohl es eigentich keine grösseren gibt.

Kommentare 23.01.2012
0
Triple A: Alles Auf Angela

Nun ist eingetreten, was eintreten musste. Auch Frankreich hat sein Triple A eingebüsst und im EFSF kommt es mithin nur noch so richtig auf Deutschland an. Und damit kommt Alles Auf Angela an, wie man das Triple A jetzt umschreiben muss. Was heisst das? Die Ratingagenturen haben sich in der Lehman-Krise selbst um ihren Ruf gebracht, machen aber ihre Arbeit weiter so, als wäre nichts geschehen. Das ist aber nicht der Fall; denn eigentlich kann man ein Rating vom D bis zum AAA gar nicht mehr so ernst nehmen, wie man es früher auch schon nicht hätte tun sollen.

Kommentare 16.01.2012
0
Too big to fail

Dass der erste Blog 2012 über den Rücktritt des Schweizer Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand zu schreiben sein würde, hätte vor Weihnachten 2011 wohl niemand gedacht. Und noch in der NZZ am Sonntag vom 8.1.12 heisst es im Cartoon einer szenischen Pressekonferenz auf die Frage, warum Hildebrand denn nicht zurücktrete: "Too big to fail." Passender kann man es nicht ausdrücken: Ein brillanter grosser Notenbankchef - zu Beginn seiner Amtszeit zweifelsohne mit einem Hang zur Pose -, der nicht nur den Grossbankern die Stirn bot, sondern auch den Märkten Halt gebot. Zwar erst im zweiten Versuch erfolgreich, aber wie viele Versuche hat die EZB schon unternommen?

Kommentare 10.01.2012
0
Der, die und das Letzte

Dies ist der letzte Blog für 2011. Erst am 9. Januar 2012 melde ich mich wieder, um die andauernde Finanz- und Eurokrise, die eintretende Rezession, die politische Demoralisierung oder andere „bad news“ zu kommentieren. „Only bad news are good news“ lautet ein konstituierendes Prinzip des Journalismus. Doch inzwischen können auch Journalisten die „bad news“ nicht mehr hören. Wir sehnen uns für 2012 nach „good news to report“. Hoffentlich!

Kommentare 19.12.2011
0
Merkozys Bremsmanöver

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr europäischer Lebensgefährte Nicolas Sarkozy haben in Brüssel erfolgreich ein Bremsmanöver durchgeführt. Merkozy haben gemeinsam - und das ist wichtig - dem Schuldenmachen ein Ende gesetzt und damit Eingriffe in nationale Haushalte ermöglicht. Des Weiteren haben sie beide Premier David Cameron ausgebremst, damit die notwendigen Schritte jetzt mit Vollgas umgesetzt werden können. Merkels Preis: Sie wird der einen oder anderen Art von gemeinsamen Schuden zustimmen müssen.

Kommentare 09.12.2011
0
Nur `James Bonds` helfen

Bonds in allen Namenvarianten sollen die Rettung für die Europäische Union bringen: Zuletzt kamen Elite-Bonds auf, mithin Euro-Bonds eines eltiären Clubs der solideren Eurostaaten. Lassen wir einmal beiseite, ob in der Europäischen Union überhaupt noch ein Land das komparative Adjektiv "solider" verdient, so geht es bei allen Bonds nur um eines: das Unmögliche möglich zu machen und die Europäische Union vor dem Zerfall zu retten. FDP-General Christian Lindner hat in dieser Gemengelage die einzig mögliche Variante ins Spiel gebracht: `James Bonds` - im Plural wohlgemerkt; denn so viele Nullen kann selbst ein 007 nicht killen. Ein witziges Zitat, aber es macht nachdenklich, nicht wahr?

Kommentare 29.11.2011
0
Ein guter Tag für Deutschland

Mitleid ist die einzig mögliche Beschreibung für den Abgang von Dr. Josef Ackermann, und dies dürfte ihn wohl am meisten ärgern. Neben der Tatsache, dass sein Intimfeind Clemens Börsig am Ende doch obsiegt und ihn - aus welchen Gründen auch immer - endgültig verhindert hat. Nicht dass Börsig seine Arbeit seit 2009 gut gemacht hätte, aber er hat eine sehr gute Lösung für die Deutsche Bank zu verantworten. Damit soll es nun auch gut sein mit den beiden alten Herren. Wenden wir uns der neuen Mannschaft zu.

Kommentare 15.11.2011
0
Occupy the World?

Rund um die Welt besetzen Menschen die Wall Street, Manhatten, St. Pauls in der Londoner City oder den Paradeplatz in Zürich. Ich habe diese Bewegung im Grundsatz begrüsst, da es die erste globale Antipode für die globalen Investmentbanken ist, um die es in der ganzen Diskussion nur geht. Die Sozialen Medien haben eine Protestbewegung in Gang gesetzt, die den circa 30 grossen Finanzinstitutionen im besten Sinne einer countervailing power entgegentreten kann. Der gesellschaftliche Diskurs der big player ist überfällig und zieht eine ganze Branche ungerechtfertigter Weise in Misskredit. Kann entgegentreten? Könnte, so müsste man inzwischen formulieren; denn es passiert nichts.

Kommentare 31.10.2011
Occupy, Bad Banker, Wallstreet
0
Es kommt zum Schwur!

Mein neuer Wirtschaftsthriller ist da: "Der Schwur von Piräus" liegt in den Buchhandlungen und kann über Amazon bestellt werden. Als Ökonom ist für mich natürlich nur jedes verkaufte Buch ein gutes Buch. Als Autor bin ich auch so stolz auf meinen Roman über Eurokrise und Währungskriege. Es dürfte kaum ein aktuelleres, spannenderes und hoffentlich auch amüsanteres Buch über die grosse Politikkrise unserer Tage geben. In Europa kommt es in den kommenden Wochen und Monaten zum Schwur!

 

Kommentare 04.10.2011
Schwur des Piraeus
0
Von Euro und Europa und Angela

Euro und Europa unterscheiden sich nur durch die letzten zwei Buchstaben. "Pa", mag da der Leser denken, das ist ja eine Erkenntnis. Nun, es ist aber so; denn das Schicksal Europas hängt am Euro. Den haben zwar noch nicht alle Mitgliedsländer der Europäischen Union, aber der tiefere Sinn einer "Union" ist nun einmal die "Vereinigung". Zu dieser Vereinigung Europas gehört unabdingbar, dass die so "vereinigten Staaten" eine gemeinsame Währung haben - den "Euro" und damit die "Europäische Währungsunion". Deshalb streben auch alle in den Euro, manche schummeln sich sogar hinein. Aber das Schummeln oder der Schlendrian sind nicht die Probleme des Euro oder Europas. Das Problem ist, dass die Europäische Währungsunion nur ein Teil auf dem Weg zu den "Vereinigten Staaten von Europa" ist. Ich beschreibe das in meinem neuen Roman "Der Schwur von Piräus" (http://www.markuswill.com/derschwur.html), der am 1. Oktober erscheinen wird, auf den ich völlig uneigennützig an dieser Stelle schon mehrfach hingewiesen habe.

Kommentare 21.09.2011
0