Rezensionen
Zumindest in einem Punkt hat dieses Buch das Lebensgefühl der Finanzkrise getroffen: Was anfangs von außen ganz gut aussah, entpuppt sich bei einem Blick ins Innere als subprime.
Denn die Geschichte der fiktiven Carolina Bank ist alles andere als der „Thriller“, den der Klappentext verspricht. Stattdessen gibt es eine langatmige und vorhersehbare Story voller umständlicher Erklärungen zur Funktionsweise der Kapitalmärkte. Überhaupt wirkt die ganze Geschichte mit ihren reichlich platten Charakteren eher wie ein Statist, der nur im Weg steht. So ist jedes Zertifikat am Ende facettenreicher beschrieben als Mr. Bad Investmentbanker, der – Achtung, Holzhammer! – Lehman mit Nachnamen heißt. Sperrige Dialoge, die vor Klischees nur so triefen, tun ihr Übriges. Da kann auch die Sachkenntnis des Autors nichts mehr retten.
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